Ein Streifzug durch Papas Plattenschrank

 

Auch von mir noch schnell ein frohes neues Jahr!

 

wrie

Mein Silvester

Was habt ihr so über die Feiertage getrieben? Ich bin kurz vor Weihnachten in meinem Heimatort gefahren und dort bis zum neuen Jahr geblieben. Die Zeit habe ich mir mit allem Möglichen vertrieben, was nicht mit Stress oder Arbeit zu tun hatte. Silvester war ich übrigens allein, da meine Eltern sich einen Kurzurlaub gegönnt haben und den Jahreswechsel an der Küste feierten. Dieses „Exil“ war übrigens selbstgewählt und entstand nicht aufgrund von mangelnden Möglichkeiten des Feierns, ich hatte tatsächlich vier verschiedene Einladungen erhalten. Vielmehr habe ich mich an das Schreiben eines Romans gemacht, was mir sehr große Freude bereitet. Es ist aber bei mir so, dass ich es nicht gerne mag, lange in stillen Räumen zu sein. Musik spielte in meinem Leben immer schon eine große Rolle und da kam mir Papas Plattensammlung natürlich gerade recht. Ich hatte nämlich das große Glück, nicht in einem schlagerverseuchten Haushalt aufzuwachsen und wurde vielmehr durch folgende Musiker und Bands musikalisch sozialisiert …. (dramatische Pause für neidische Blicke) …. In folgendem Text stelle ich euch die Musik vor, die mich von elterlicher Seite aus am meisten geprägt hat. Von Seiten meiner Schwester würden übrigens noch ganz eindeutig Die Ärzte dazukommen. Das Titelbild steht übrigens tatsächlich so im Musikzimmer meines Vaters.

 

 

Nach diesem Text muss ich ganz dringend etwas über die härtesten Platten meiner Sammlung schreiben, sonst ist meine „Metal-Credibility“ wahrscheinlich komplett im Eimer. Und noch ein Wort zu meinem Roman, der noch keinen Titel hat: „The Gunslinger“ wird deshalb nicht sterben. Texte wie dieser hier sind für mich eine wunderbare Ablenkung und verlangen höchstens ein bis zwei Abende von meiner Zeit. Und dabei kann ich, ihr könnt es euch denken, wieder sehr viel Musik hören. Wie zum Beispiel:

 

 

 

THE BEATLES

dav

And when the brokenhearted people
Living in the world agree
There will be an answer, let it be.

Es geht nicht ohne die Beatles! Die vielleicht bekannteste Band der Welt ist vermutlich auch die, die mein Vater am meisten gehört hat und immer noch hört. Ich bin zwar weit davon entfernt, mich einen Experten nennen zu dürfen, aber auch ich lege immer wieder gerne mal ein paar Songs auf. Und um kurz auf die ewige Streitfrage einzugehen: Ich halte es wie Lemmy und würde die Pilzköpfe den ebenfalls legendären Rolling Stones stets vorziehen. (Mein Vater hört übrigens beide!)

Fünf spontane Lieblingssongs: Let It Be, Get Back, Octopus’s Garden, Help!, Eleanor Rigby

 

 

DIRE STRAITS

dav

There’s so many different worlds,
so many different suns.
And we have just one world
but we live in different ones.

Diese Gitarre, diese wunderbare Gitarre! Faszinieren tut sie mich, und zwar seit frühester Kindheit schon! Mark Knopfler selbst bezeichnet sich gerne mal als nicht besonders guten Gitarristen, aber da muss ich dem ehemaligen College Dozenten entschieden widersprechen. Meines Erachtens nach muss man sich nicht alle paar Sekunden fast die Finger brechen, um an seinem Instrument zu überzeugen. Es reichen auch einzigartige Melodien und gefühlvolles Spiel und beides haben uns die Dire Straits wahrlich in Massen geschenkt.

Fünf spontane Lieblingssongs: Down To The Waterline, Telegraph Road, Brothers In Arms, Tunnel Of Love, Romeo And Juliet

 

R.E.M.

dav

Smack, crack, shack-a-lack
Tie another one to your backs, baby
Hey kids, rock and roll
Nobody tells you where to go, baby

Für viele eine furchtbare Radioband, die für unzählige Ohrwürmer verantwortlich ist. Der Sache mit den Ohrwürmern stimme zu, aber gegen gut gemachte Popmusik habe ich selbst als beinharter Metal Fan niemals etwas gehabt. Schließlich gibt es davon nur sehr, sehr wenig! R.E.M. haben auch Songs die ich furchtbar finde („Shiny Happy People“), keine Frage. Jedoch haben sie stets ein Händchen für fantastische Melodien gehabt und vor allem ihr „Automatic For The People“ Album ist voll davon.

Fünf spontane Lieblingssongs: Drive, Man On The Moon, The One I Love, Losing My Religion, What’s The Frequency, Kenneth?

 

A-HA

dav

Someday when my crying’s done
Gonna wear a smile and walk in the sun
I may be a fool
But till then, darling, you’ll never see me complain
I’ll do my crying in the rain

Soweit ich weiß, besitzt mein Vater nur diese abgebildete Best-Of. Aber die habe ich rauf und runter gehört! Ich halte die 80er ohnehin für das mit Abstand beste Jahrzehnt der Popmusik, auch wenn ich das damals natürlich noch nicht zu würdigen wusste. a-ha sind für mich DAS Parabeispiel für diese Zeit, weil sie Synthie-Sound, eingängige Hooklines und nicht zuletzt wunderbare Videoclips wie kaum eine andere Popgruppe zu verschmelzen wussten.

Fünf spontane Lieblingssongs: Take On Me, The Sun Always Shines On TV, The Living Daylights, Crying In The Rain, Hunting High And Low

 

 

 

BRYAN ADAMS

dav

Oh, when I look back now,
That summer seemed to last forever.
And if I had the choice,
Yeah – I’d always wanna be there.
Those were the best days of my life.

Lacht ruhig! Ich habe die alten Sachen von Bryan Adams stets gemocht und empfehle sehr das abgebildete „So Far So Good“ Album, welches alle seine Hits vereint. Tatsächlich sehe ich den Kanadier auch nichts als sogenanntes „guilty pleasure“, da ich sowas gar nicht habe. Wenn mir etwas gefällt, dann stehe ich auch dazu. Und das kann auch gerne mal recht kitschige Rockmusik sein, solange sie so gut gemacht ist. Außerdem war “Summer Of ‘69” Pflichtprogramm auf jeder meiner Abipartys.

Fünf spontane Lieblingssongs: Run To You, Summer of ’69, Heaven, (Everything I Do) I Do It For You, Straight From The Heart

 

 

PINK FLOYD

mde

Beyond the horizon of the place we lived when we were young
In a world of magnets and miracles
Our thoughts strayed constantly and without boundary
The ringing of the division bell had begun

Das hier ist kein Ranking, aber mit Pink Floyd bewegen wir uns in den Bereichen der Superlative! Als ich das erste Mal „High Hopes“ gehört habe, war ich vollkommen fasziniert. Wieso war das Lied denn so lang? Und warum ist es so unglaublich gut? Kurz darauf wurde das „PULSE“ Live Album veröffentlicht und lief bei uns fortan ständig. Heute kann ich in Worte fassen, was ich damals nur unterbewusst wahrgenommen habe. Wer sich auf ihre Musik einlässt und sie versteht, dem öffnet sich eine Tür zu einem eigenen Kosmos der Rockmusik. Und ich werde zeitlebens neidisch auf meinen Vater sein, der immer wieder begeistert von seinen Konzertbesuchen erzählt.

Fünf spontane Lieblingssongs: Shine On You Crazy Diamond, High Hopes, Comfortably Numb, Learning To Fly, Time

 

RAINBOW

mde

All my life it seems just a crazy dream
Reaching for somebody’s star
Like an open door that you’ve passed before
But you never had the key

Kennengelernt habe ich Ritchie Blackmore Musikerfressermaschine durch ihren Superhit „Since You’ve Been Gone“, der mit Graham Bonnet aufgenommen wurde. Ein tolles Lied von einer empfehlenswerten Platte, aber aus heutiger Sicht geht für mich natürlich nichts über die ersten drei Alben mit einem gewissen Ronnie James Dio am Mikro. Die potentiell beste Bandbesetzung aller Zeiten hat in den Jahren 1975 – 1978 drei unsterbliche Klassiker in Vinyl gegossen und der Nachwelt geschenkt. Nicht zu Unrecht gehen noch heute etliche Musiker aller Genres auf die Knie, wenn das Intro von „Stargazer“ ertönt. Besser kann man Hard Rock einfach nicht spielen!

Fünf spontane Lieblingssongs: Stargazer, Temple Of The King, A Light In The Black, Kill The King, Man On The Silver Mountain

 

BLACK SABBATH

dav

The world is full of kings and queens
Who blind your eyes and steal your dreams

And they’ll tell you black is really white
The moon is just the sun at night
And when you walk in golden halls
You get to keep the gold that falls
It’s heaven and hell, oh no

Es ist 1998, ich bin seit einem Jahr voll Metal und verschlinge alle Infos über diese (für mich) neue aufregende Szene. In einem Interview mit James Hetfield werde ich stutzig. Der Metallica Frontmann erwähnt mehrmals, wie sehr er die Band Black Sabbath liebt. Ist auf Papas Samplern nicht mal ein Lied namens „Paranoid“ gewesen? Vielleicht hat er ja noch mehr von denen.

Ihr könnt euch denken: Natürlich hatte er. Dieser wunderbare Ronnie James Dio stand auch wieder am Mikro, besser konnte es ja gar nicht kommen. Black Sabbath waren düsterer als Rainbow, härter und irgendwie auch morbider.  Mittlerweile weiß ich übrigens jede Phase dieser einzigartigen Band zu schätzen.

Fünf spontane Lieblingssongs: Heaven And Hell, Headless Cross, War Pigs, The Sign Of The Southern Cross, Children Of The Sea

 

GARY MOORE

dav

It doesn’t matter
If you’re wrong or if you’re right
It makes no difference
If you’re black or if you’re white
All men are equal
Till the victory is won
No colour or religion
Ever stopped the bullet from a gun

Bei Freddie Mercury war ich noch zu jung, Kurt Cobain war mir egal (sorry), Michael Jackson tat mir schon leid, aber Gary Moore war der erste Musikertod, der mich wirklich tief betroffen gemacht hat. Ich habe den Mann nie kennengelernt und mit seinen Blues Alben konnte ich nicht viel anfangen, aber irgendwie war er doch immer da. Wie alle großen Gitarristen zeichnete auch ihn seine Einzigartigkeit aus und mit seiner Kombination aus klassischem Hard Rock und irischen Melodien hat er genau mein Herz getroffen. Ich glaube, als erstes Lied hat mein Vater mir seinerzeit nach „Still Got The Blues“ das fantastische Instrumental „The Loner“ vorgespielt. Und davon bekomme ich bis heute eine Gänsehaut, wenn ich es in einer ruhigen Minute höre. So wie gerade im Moment … Danke Gary, du warst einer der Besten!

Fünf spontane Lieblingssongs: Over The Hills And Far Away, Blood Of Emeralds, The Loner, Out In The Fields, Wild Frontier (12″ Version)

 

QUEEN

dav

Outside the dawn is breaking
But inside in the dark I’m aching to be free

The show must go on
Ooh, inside my heart is breaking
My make-up may be flaking
But my smile still stays on

Konnte dieser Text mit einer anderen Band enden? Es handelt sich hier wie gesagt nicht um Ranking, aber Queen …. Verdammt nochmal, es ist Queen! Eine meiner absoluten Lieblingsbands und das trifft auch auf einen Teil meiner Familie zu. Ich habe über Rainbow gesagt, dass sie in ihrer besten Phase die potentiell beste Bandbesetzung aller Zeiten hatten. Nur sehr wenige Bands können mit der Kombination Dio/Blackmore/Powell/Carey/Bain konkurrieren und Queen ist definitiv eine davon. Was damals mit dem zweiten Best-Of Album aus Papas Plattenschrank begann, hat mich nie wieder losgelassen.

Fünf spontane Lieblingssongs: The Fairy Feller’s Master Stroke, The Show Must Go On, ’39, A Kind Of Magic, Keep Yourself Alive

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Und mal ehrlich: Wie kann einen dieses Artwork nicht faszinieren?

4 Gedanken zu “Ein Streifzug durch Papas Plattenschrank

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