Gedanken zu GoT 7×07 „The Dragon And The Wolf“

Und das war es dann auch schon wieder; wenn wir Pech haben sehen wir Westeros erst 2019 wieder. Und ganz ehrlich? Ich könnte damit leben! Was nicht heißen soll, dass mir das Finale nicht gefallen hat! „The Dragon and the Wolf“ ist definitiv eine der stärkeren Episoden der Staffel, aber dennoch eine der schwächeren Abschlussfolgen der Serie. Und wie schon letzte Woche verweise ich auf das berühmte „Meckern auf hohem Niveau“, was ich auch in diesem kleinen Rückblick wieder betreiben werde.

 

Gipfeltreffen

 

Den Anfang fand ich sehr unglücklich gewählt, da man seit den Szenen in Casterly Rock nichts mehr von Grey Worm und den Unsullied gesehen hat. Vielleicht bin ich auch nur begriffsstutzig, aber ich musste wirklich kurz nachdenken. Ich dachte, sie wären noch auf dem Sitz der Lannisters festgesetzt und war verwundert, warum sie nun VOR den Toren stehen und Jaimie wieder IN seinem Familiensitz ist. Bis mir dann aufging, dass es doch King’s Landing war, wo Bronn eher semi-lustige „Cock“ Witzchen machte. Warum ist das eigentlich so ein wiederkehrendes Thema? Liebe Schreiber, schon bei Tyrion in der letzten Staffel waren die Schwanzwitzchen nicht gerade DER Megabrüller und das waren sie auch diesmal nicht. Na ja, immerhin durfte Bronn was sagen, bevor er sich mit Podrick einen trinken ging.

 

Was folgte war die größte Versammlung von Charakteren in der GoT Geschichte! Und sie hielt, was man sich erwartet hatte. Nette Vorgeplänkel, das erste Austauschen von Feindseligkeiten, der dicke Auftritt von Daenerys (würde ich auch so machen, wenn ich einen Drachen hätte!), Cerseis süffisantes „You’re late!“ und der Auftritt des Wights, der gerade die Königin sichtlich verstört. Was mir aber nicht gefiel, war der sehr gezwungene Fanservice mit dem Anteasen des „Clegane-Bowl“, von dem ich nie verstanden habe, warum er SO ein großes Ding für viele Fans ist. Trotzdem schöne Szene, die mit Jon und der typischen „Stark-Dummheit“ endet. Zum Glück kann Tyrion das noch ausbügeln und ENDLICH darf Peter Dinklage wieder ein wenig glänzen. Sein Charakter gehört einfach nach King’s Landing! Hier hatte er seine besten Szenen und hier hatte er wunderbare Dialoge mit ebenbürtigen Partnern.  Und auch diese Folge zeigte wieder die grandiose Chemie zwischen Dinklage und Headey, die ja privat gut befreundet sind.

cleganebowl

 

Unterschätzt niemals eine Löwin!

 

Das schnelle Einlenken Cerseis hätte unser verliebtes Tante/ Neffe Gespann eigentlich stutzig machen sollen, aber so clever waren ja beide nie. Cerseis Plan kann und wird aber leicht nach hinten losgehen, was ja auch Jaimie erkennt und endlich die Kurve kratzt. Für einen kurzen Moment dachte ich wirklich, das war es nun mit ihm. Ihn einfach abhauen zu lassen fand ich aber sehr uncharakteristisch für seine Schwester. Gut, sie würde ihn wahrscheinlich nicht töten, aber warum sperrt sie ihn nicht ein? Wo wird er jetzt wohl mit seinem Wissen über ihren geplanten Verrat hinlaufen?!

 

Theon’s redemption?

 

Okay, die Vergebung von Jon fand ich leider sehr erzwungen. Auch wenn wir Theons Leidensweg miterlebt haben, so sieht Jon doch wohl eher den Mann vor sich, der seine Familie beinahe zerstört hat. Aber gut, so darf auch er seinem Schicksal und vermutlich dem Heldentod entgegensegeln, nachdem er ein wenig auf die Mappe bekommen hat und ihm dann seine Kastration endlich mal zu Gute kommt. Seltsame Szene mit den wie üblich sehr wankelmütigen Ironborn. Ich erinnere da an die letzte Staffel:

Die Meute: „Yeah, Yara, du bist unsere Königin!“

Euron: „Hey, die ist eine Frau. Und ihr Bruder hat keinen Schwanz! Hö Hö!“

Die Meute: „Stimmt, gutes Argument. Yeah, Euron, du bist unser König!“

Aber immerhin durfte Alfie Allen mal wieder etwas mehr zeigen, nachdem er in dieser Staffel ja sträflich wenig eingesetzt wurde.

 

Winterfell… ach Winterfell *seufz*

 

Okay, die große Hammerauflösung war also, dass die Starks Littlefinger in die Falle locken wollten?! Für wen haben Sansa und Arya dann dieses Schauspiel letzte Woche aufgeführt, als sie alleine waren? Oder ist Sansa erst jetzt klar geworden, dass Lord Baelish nicht zu trauen ist? Na ja, immerhin kriegt Brandon „The Three Eyed Plot Device“ Stark auch endlich mal die Zähne auseinander und rückt ein paar Infos raus. Littlefingers Tod hat mich dann leider ziemlich kalt gelassen, da er sich von einer sehr spannenden Figur zu einem Klischee Bösewicht entwickelt hat. Sein Blick war aber grandios, als er merkte WER da gerade angeklagt wird.

Das kleine „heart to heart“ der Schwestern auf den Burgzinnen hat mir dann aber wieder sehr gefallen. Das Treffen von Sam und Bran eher weniger, da mir die Rolle von letzterem einfach nicht gefällt. Und wenn er alles sieht, warum muss Sam ihn dann noch mit dieser nicht ganz unwichtigen Info versorgen, dass Jon legitimer Erbe des Iron Throne ist?!

term

Eine Terminator Genisys Referenz…ich fühle mich so schmutzig!

 

The Dragon And The Wolf – Die große, herbeigesehnte Romanze…

 

…. hat stattgefunden.

 

Ice Ice Baby

 

Das wohl vorhersehbarste Endbild aller Game of Thrones Folgen! Keine Kritik von meiner Seite daran, was hätte man sonst nehmen sollen? Endlich kommen die Walker an der Wall an, nachdem Bran den magischen Schutz ja wohl schon in 7×01 gebrochen hat. Aber auch ohne Magie ist die Wall ja immer noch eine unfassbar hohe Mauer aus Eis, die man nicht so einfach überwinden kann. Ich vermute in den Büchern wird die Wall auf andere Weise fallen, aber ein Eisdrache, der das Ding einfach niederbrennt war natürlich ein starkes Bild.

Trotzdem lässt mich diese Folge seltsam emotionslos zurück! Es ist weiterhin große TV Kunst, aber so richtig packen konnte mich die siebte Staffel nur ganz selten. Meckern auf hohem…. Ihr wisst schon! Wenn die achte Staffel die Serie auf diesem Niveau zu Ende bringt, bin ich schon zufrieden. Ich bin so einer, dem schlechte oder mittelmäßige Enden Serien im Nachhinein immer ein wenig versauen. Mega dumm, ich weiß. Aber ich kann das leider nicht abstellen! Trotzdem möchte ich meine kleinen Rückblicke nicht als zu negativ verstanden wissen. Denn ich sehe mich nicht als Teil des tobenden Internet Mobs, der „die Großen“ immer stürzen sehen will. Denn mal ganz ohne Flachs: Season 7 war nicht der Oberknaller, ja! Aber wir haben es hier mit einer Serie im siebten Jahr zu tun, die immer noch schocken, überraschen und begeistern kann! Die sich aber eben dennoch den Vorwurf gefallen lassen muss ihre „Anything can happen!“ Attitüde verloren zu haben. Nicht mehr und nicht weniger…

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