Sir Patrick Stewart – Thank you for… existing!

77 ist er kürzlich schon geworden, der gute Patrick Stewart! Dazu nachträglich alles Gute von meiner Seite an einen meiner liebsten Schauspieler und „Menschen, die ich nicht persönlich kenne“ überhaupt. Ich schreibe das hier, weil er mich irgendwie schon mein ganzes Leben lang begleitet hat und meine Liebe zum Medium Film und Serie eigentlich untrennbar mit ihm verbunden ist. Und ich möchte mit diesem Text versuchen, meine Bewunderung für diesen wunderbaren Menschen zum Ausdruck zu bringen. Ich weiß, es wird mir nicht zu 100% gelingen, aber irgendwie fühle ich mich, als wäre ich ihm das schuldig. Einfach als Dankeschön dafür, dass er da ist und mich immer wieder zum lächeln bringt, sobald ich etwas von ihm höre oder sehe.

Kennengelernt habe ich ihn natürlich als Captain Picard, damals noch in der Erstausstrahlung abends im ZDF. „Raumschiff Enterprise“ kannte ich vorher nur vom Namen, daher ist die TNG-Crew auch immer mein Favorit aus dem Star Trek Universum gewesen. (Vielleicht liegt es daran, dass ich angeblich Jonathan Frakes so ähnlich sehe, wer weiß?) Wie dem auch sei, Stewarts Jean-Luc Picard ist bis heute einer meiner liebsten fiktionalen Charaktere überhaupt! Ich mag einfach Figuren, die eine starke moralische Überzeugung haben und diese Linie auch unter schwierigen Umständen beibehalten. Picard ist ganz anders als der Draufgänger Kirk, der bei jeder Gelegenheit mit freiem Oberkörper das nächstbeste Alienweib bespringt. Er ist ein Diplomat, er glaubt an die Prinzipien der Sternenflotte, er ist die etwas distanzierte Authorität des Schiffs. Nur sehr selten erlaubt er Risse in seiner harten Schale, die nur sehr selten wirklich bricht. Dies so überzeugend so verkörpern ist schwieriger, als man auf den ersten Blick glaubt. Ich meine, wir alle lieben doch William Shatners ganz eigene Art des Schauspiels, aber Patrick Stewart ist ein Meister in diesem Bereich. Und alleine für die Rolle des britischsten Franzosen der TV-Geschichte wäre er auf ewig unsterblich geworden. Kurz gesagt: Captain Picard ist eine Figur, die mir Sicherheit und Inspiration gegeben hat.

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Ein Bild mit Seltenheitsfaktor – Picard lacht!

 

 

Aber man würde ihm unrecht tun, wenn man ihn auf seine berühmteste Rolle reduziert. Schon vor Star Trek tauchte er in kultigen Filmen wie „Dune“, „Lifeforce“ und in einem meiner liebsten Fantasyfilme „Excalibur“ auf, in letzterem übrigens mit mega-männlichem Bart! Als dann ca. 1999 bekannt wurde, dass er in der „X-Men“ Verfilmung die Rolle des Charles Xavier übernimmt, war ich vollkommen aus dem Häuschen. „Mein“ Patrick Stewart auf der großen Leinwand in einer Rolle einer Figur, die auch nach seinem Vorbild hätte gezeichnet werden können?! Verdammt nochmal, immer her damit. Natürlich ist er nicht der Star dieser Filme, aber Xavier selbst ist ja auch mehr Mentor als Frontkämpfer von Marvels Mutanten. Richtig auftrumpfen durfte er in dieser Rolle ja nochmal im diesjährigen „Logan“.

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Xavier und Wolverine lachen auch?!

 

 

Ungefähr zur Zeit von „X-Men 2“ mit der immer größeren Verfügbarkeit des Internets fing ich an, mich mehr mit den Hintergründen von Filmen zu beschäftigen. Die Arbeit von Regisseuren und der Werdegang von Schauspielern weckten mein Interesse. Und da habe ich dann auch gemerkt, was für ein wunderbarer Mensch Patrick Stewart im privaten Leben ist. Er scheint für jeden Spaß zu haben zu sein, synchronisiert seine Rolle in „American Dad“ beispielsweise selbst, zieht sich alberne Hummerkostüme an oder steht James McAvoy bei, wenn er sich für seine Rolle als Xavier den Kopf rasiert. Ich kenne ihn natürlich (und leider) nicht persönlich, aber er scheint jede Sekunde seines Lebens zu genießen. Und wenn so jemand nicht zum Vorbild taugt, dann weiß ich es auch nicht.

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Apropos James McAvoy: Ist es nicht herrlich, dass ihn mit Michael Fassbender eine ähnlich enge Freundschaft zu verbinden scheint, wie Patrick Stewart mit Ian McKellen? Xavier und Magneto – sie können nicht ohne einander, egal welchen Alters. Und mal ganz ehrlich, wie kann man nicht grinsen, wenn „Captain Picard“ und „Gandalf“ herumalbern wie kleine Schuljungen?! Am meisten feiere ich es übrigens, wenn Stewart damit kokettiert schwul zu sein. Denn schließlich ist es sein bester Freund, da MUSS er ja ebenfalls homosexuell sein.Völlig egal, dass Ian McKellen sogar die aktuelle Ehe seines Freundes geschlossen hat.

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Hier sehen sie zwei Träger des Titels „Sir“!

 

 

Es gibt aber einen Moment, der für mich mehr als alles andere definiert, was für ein Mensch Sir Patrick Stewart ist: Seine Rede bei „Comicpalooza 2013“! Angesprochen auf seinen Kampf gegen Gewalt gegen Frauen, erzählt er von seiner schweren Kindheit und gibt Betroffenen gleichzeitig Mut. Glücklicherweise hat die Dame, die ihm die Frage stellt, alles mitgefilmt.

„When he embraced me he told me „You never have to go through that again, you’re safe now“. I just kept thanking him.“

Und dann liebt er auch noch Hunde, kann dieser Kerl denn nicht eine negative Eigenschaft haben?!

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Alles Gute, Patrick! Es ist schön, dass es dich gibt und bleib uns noch lange erhalten. Optisch altern tust du ja seit Anfang der 80er ohnehin nicht mehr! Und wenn du irgendwann doch nochmal die rote Uniform überstreifst, werde ich wahrscheinlich weinen.

 

 

Vielen Dank und „Make it so!“

 

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3 Gedanken zu “Sir Patrick Stewart – Thank you for… existing!

  1. Was für ein schöner Text! Ich finde, man merkt wirklich, wie sehr Du ihn magst!

    Ich kenne ihn eigentlich nur aus den X-Men-Filmen und von dem Facepalm-Meme xD Und ich finde auch die Freundschaft zwischen Ian McKellen und Patrick Stewart wunderschön!
    Ich weiß nicht, ob Du das kennst, oder Dich dafür überhaupt interessierst, aber hier ist ein Link zum YouTube-Video der Graham-Norton-Show, wo erst Patrick Stewart und Hugh Jackman auf der Couch sitzen und mittendrin in der Folge plötzlich Ian McKellen reinplatzt – eine der lustigsten Folgen, die ich kenne! 😀

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, der gute alte Picard hat ja für einige Memes gesorgt. 😀

      Ich habe auch gehört, dass es wirklich anstrengend sein muss mit McKellen UND Stewart zu drehen, weil die beiden immer Blödsinn anstellen. Ähnlich wie bei „Scrubs“, wiel Zach Braff und Donald Faison privat genauso eng befreundet sind wie JD und Turk.

      Das Video kenne ich noch nicht, danke. Die Show kenne ich aber, bin da mal während des Schreibens über Doctor Who über ein Video gestoßen, wo sie Peter Capaldi seine alten Briefe an den Fanclub vorlesen und er sich herrlich schämt. 😀

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