Doctor Who oder: Wie ich lernte, die TARDIS zu lieben (Doctor Who Rückblick – Special)

5

2. Juli 2017 von thegunslinger82

 

Ich weiß, wie solche Listen funktionieren, ihr tut es auch.Einfach lesen, in Erinnerungen schwelgen und sich nicht über irgendwelche Platzierungen aufregen. Lieber eure Lieblingsfolgen in die Kommentare schreiben, wenn ihr Lust habt.

Ich werde mich übrigens kurz fassen und vor allem keine Folgen nacherzählen.

 

 

SPOILER SERIES 10 FINALE

Eigentlich war diese Liste als krönender Abschluss meiner Doctor Who Reihe gedacht, aber das gestrige Staffelende von Series 10 „The Doctor Falls“ hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es gab keine Regeneration, die wird dann erst im Weihnachtsspecial kommen. Ich möchte aber alle Folgen mit Peter Capaldi berücksichtigen, daher wird der abschließende Teil „Der alte Mann und die TARDIS“ erst Ende des Jahres kommen. Das Finale fand ich aber sehr gut, den Cliffhanger leider gar nicht. Das Auftreten des ersten Doktors ist interessant, mir fehlt aber der persönliche Bezug. Und ich mag es einfach nicht, wenn offensichtliche Dinge verzögert und als Cliffhanger verwendet werden, obwohl jeder weiß, was passieren wird.

ENDE SPOILER SERIES 10 FINALE

Honorable Mention: The Girl Who Died (Series 9 – Episode 5)

Das war tatsächlich die Folge, weswegen ich dann doch endlich mal mit Doctor Who angefangen habe. Irgendwann beim abendlichen Herumzappen (was ich echt selten mache, wer braucht noch Fernsehen?) blieb ich hier hängen und war recht angetan. Die Referenz an die Szene aus „The Fires of Pompeii“ hat sich mir natürlich noch nicht so recht erschlossen, aber toll gemacht ist sie dennoch. Das letzte Bild mit Ashildr im Laufe der Jahre gefällt mir ebenfalls richtig gut. Leider war es das letze Mal, dass mir der Charakter und die schauspielerische Leistung von Maisie Williams zusagte.

 

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  1. The Pandorica Opens/ The Big Bang (Series 5 – Episodes 12 & 13)

Wie eigentlich immer bei Doctor Who ein tolles Staffelfinale! Abzüge in der B-Note gibt es für das unspektakuläre Ende von Rorys langer Wache (siehe Teil 3) und den großen Aufbau der Pandorica in der ersten Folge und wie schnell der Doktor wieder aus seiner misslichen Lage entkommt. Trotzdem ein tolles Ende von Matt Smiths erster Staffel!

  1. Robot of Sherwood (Series 8 – Episode 3)

Peter Capaldis erste Folgen als Doctor Who waren ziemlich ernst und düster. „Robot Of Sherwood“ fühlte sich dann schon ein wenig befremdlich an mit seiner „Robin Hood mit Robotern“ Geschichte. Zum Glück ist Capaldi ein großartiger Schauspieler und meistert auch lustige Szenen mit links. Sein „Fecht“kampf und die generelle Chemie mit Robin Hood sind einfach zu gut, um keinen Spaß zu haben.

  1. The Girl In The Fireplace (Series 2 – Episode 4)

Eine der vielen starken Einzelfolgen von Steven Moffat, für viele sogar eine seiner besten. Das sehe ich nicht ganz so, trotzdem ist die Geschichte wie der Doktor das gesamte Leben der Madame de Pompadour beeinflusst richtig gut.

  1. Human Nature/ The Family of Blood (Series 3 – Episodes 8 & 9)

Hier darf David Tennant mal so richtig zeigen, was er drauf hat. Seinem menschlichen gewordenen Alter Ego John Smith wünscht man wirklich nichts Böses, sondern vielmehr alles Glück der Welt. Und am Ende darf er endlich mal zeigen, warum so viele seiner Gegner Respekt vor dem letzten Timelord haben.

 

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  1. Into The Dalek (Series 8 – Episode 2)

Sich schrumpfen und in einem anderen Körper herumrennen ist schon sehr 80er. Lustig ist diese Folge aber keinesfalls, hier geht es um den ewigen Krieg gegen die Daleks. Am besten ist natürlich der Dialog am Ende der Folge, wo der Doktor mehr über sich erfährt, als ihm selbst lieb ist. Ich möchte übrigens Rusty gerne mal wiedersehen, mich erinnert er ein wenig an den Borg Hugh.

  1. The Fires Of Pompeii (Series 4 – Episode 2)

Der Ausbruch des Vesuv bietet natürlich eine Menge Potential für tolle Geschichten, da macht Doctor Who keine Ausnahme. Die Verbindung zu „The Girl Who Died“ ist ohnehin jedem klar, ich muss sie nicht nochmal erwähnen. Die Viecher im Vulkan finde ich nicht so gut, die letzten Szenen dafür umso mehr. Und ich vermisse Donna!

 

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  1. Planet Of The Ood (Series 4 – Episode 3)

Die Ood sind eine tolle Alienrasse, über die ich schon nach ihrem ersten Auftritt mehr erfahren wollte. Zum Glück kam ja „Planet Of The Ood“! Und wenn dann auch noch fiese Sklavenhändler einen auf die Mütze bekommen, dann kann es keine schlechte Folge sein.

  1. The Time Of The Doctor (Christmas Special 2013)

Matt Smiths Abschied und was für einer! Tragik, Nostalgie, Daleks, tolle Setpieces, ein brandneuer Regenerationszyklus und ein wirklich gelungener Übergang von 11 zu 12 – alles drin.

 

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  1. Bad Wolf/ The Parting Of The Ways (Series 1 – Episodes 12 & 13)

Zugegeben: Den Anfang mit der Gameshow finde ich immer noch seltsam. Mehr zu meckern habe ich aber nicht, Christopher Ecclestons Ausstieg aus der Show hat mir richtig gut gefallen. Vermissen tue ich ihn übrigens immer noch ein wenig…

  1. The Doctor’s Wife (Series 6 – Episode 4)

Die TARDIS wird eine Frau – und es ist kein Klamauk, sondern zum Ende sogar ziemlich emotional. Mehr kann und will ich nicht sagen.

 

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  1. The Magician’s Apprentice/ The Witch’s Familiar (Series 9 – Episodes 1 & 2)

Wenn ich ehrlich bin, so völlig rund finde ich es nicht, dass der Doktor in der Jugend von Davros zugegen war. Darüber kann ich aber locker hinwegsehen, dafür gefällt mir dieser Zweiteiler zu gut. Übrigens ja, nennt mich blöd, aber Davros hatte mich mit seiner Rede am Ende kurz überzeugt!

Und außerdem: Der Doktor mit Sonnenbrille und E-Gitarre auf einem verdammten Panzer!

  1. The Day Of The Doctor (Special 2013)

Zum Jubiläumsspecial habe ich mich bereits ausführlich im dritten Teil meines kleinen Rückblicks geäußert.

  1. Army Of Ghosts/ Doomsday (Series 2 – Episodes 12 & 13)

Eins vorweg: Es ist schon erstaunlich, wie selbstverständlich die Menschen der Erde immer die verrücktesten Dinge akzeptieren. Die „Geister“ sind ja erstaunlich schnell in der Gesellschaft angekommen, da musste ich schon ein wenig drüber grinsen. Lange fackeln tut dieses Staffelfinale aber nicht, dann gehen sich plötzlich die Cybermen und die Daleks gegenseitig an die Gurgel. Und der Doktor ist natürlich mittendrin, dessen schmerzlichen Verlust am Ende von „Doomsday“ ich immer noch für einen der traurigsten Serienmomente halte.

 

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  1. The Eleventh Hour (Series 5 – Episode 1)

Meiner bescheidenen Meinung nach die beste Einführung eines neuen Doktors überhaupt. Matt Smith passt so unfassbar gut in diese Rolle, man könnte meinen, das wäre schon seine vierte Staffel.

 

10. FATHER’S DAY (SERIES 1 – EPISODE 8)

Absolut fantastische Folge! Ich fühle jedes Mal wieder mit Rose mit und die Reaper sind sehr coole, an Stephen Kings Langoliers erinnernde Gegner, die hier ihren einzigen Auftritt haben.

9. A GOOD MAN GOES TO WAR (SERIES 6 – EPISODE 7)

Ich habe ja die ganze River Song Geschichte hart kritisiert, aber es gab einige richtig gute Folgen mit ihr. „A Good Man Goes To War“ ist eine davon! Hier passiert so viel, ich könnte es nicht mal alles nacherzählen, wenn ich wollte. Für solche Episoden vermisse ich die Zeit mit Matt Smith. Denn wenn Moffats komplexe Geschichten funktioniert haben, dann aber auch richtig.

8. THE STOLEN EARTH/ JOURNEY’S END (SERIES 4 – EPISODES 12 & 13)

Der Doktor, Donna, Rose, Sarah Jane, Torchwood, Captain Jack Harkness, Martha, Mickey, Wilf, noch ein Doktor, die Daleks, Davros…. in David Tennants letzter Staffel ist im Finale einiges an Personal zugegen. Es ist mir stellenweise etwas zu viel Fanservice (siehe Teil 2), aber ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, ich hätte nicht die ganze Zeit gebannt auf den Bildschirm gestarrt. So sehr nach „Big Time“ hat sich Doctor Who für mich nie wieder angefühlt.

 

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7. THE EMPTY CHILD/ THE DOCTOR DANCES (SERIES 1 – EPISODES 9 & 10)

Igitt, was sind diese Gasmasken eklig! Mit den aus heutiger Sicht minimalistischen Mitteln der ersten Staffel hat man hier eine wirklich schaurige Atmosphäre geschaffen. Aufgelockert wird das durch das Debüt von Captain Jack Harkness und die letzten Szenen, die ich auf ewig mit Doctor Who verbinden werde. Diese unbändige, fast kindliche Freude in seinen Augen, wenn er erkennt: „Everybody lives!“… DER definierende Charakterzug des Doktors für mich!

6. SCHOOL REUNION (SERIES 2 – EPISODE 3)

Eine Gute Laune Folge, wie sie im Buche steht. Sarah Jane Smith kann man nur gern haben, ihre Dialoge mit Ten und Rose sind grandios und wer K-9 nicht mag, hat kein Herz. Ich als alter Buffy und Angel Fan habe mich natürlich auch sehr über Anthony Steward Head gefreut, der hier den Antagonisten Mr. Finch mimt. Und David Tennant, dem alten Fanboy, sieht man die Freude mit Elisabeth Sladen zu drehen, wirklich zu jeder Sekunde an.

 

TOP 5

 

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5. THE HUSBANDS OF RIVER SONG (CHRISTMAST SPECIAL 2015)

Niemals hätte ich damit gerechnet, diese Folge so sehr zu lieben, wie ich es nun tue. Peter Capaldi und Alex Kingston haben vom Fleck weg eine Chemie miteinander, wie ich sie bei Matt Smith nie gespürt habe. River Song bekommt einen würdigen Abschied, den sie (trotz meines Meckerns) auch absolut verdient hat.

Und mein Gott, was habe ich in dieser Folge oft gelacht! Alleine wie der Doktor zeigt, wie man das erste Betreten der TARDIS angemessen zelebriert kann ich mir immer wieder angucken.

 

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4. VINCENT AND THE DOCTOR (SERIES 5 – EPISODE 10)

Ich verweise auf den letzten Teil meines Rückblicks, wunderschöne Folge.

 

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  1. HEAVEN SENT (SERIES 9 – EPISODE 11)

Eine One Man- Show von Peter Capaldi! Gefangen in einem eigentlich perfekten Gefängnis muss der Doktor seinen ganzen Verstand aufbieten, um doch zu entkommen. Es gibt von mir eine Gänsehautgarantie beim Finale!

Übrigens: Mir ist bewusst, dass „Hell Bent“ mit dieser Folge quasi einen Zweiteiler findet, aber erstens finde ich die Folge nicht besonders gut und zweitens funktioniert „Heaven Sent“ auch für sich genommen sehr gut. Hey, es ist meine Liste, ich mache was ich will.

 

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  1. BLINK (SERIES 3 – EPISODE 10)

Blink“ führt eine Menge Toplisten an und das auch absolut zurecht. Die Weeping Angels sind hier noch richtig furchteinflößend, das haben sie für mich in ihren späteren Auftritten leider ein wenig verloren. Und keine Folge verdeutlicht besser, wie die Erzählstruktur von Doctor Who funktioniert, obwohl er selbst ironischerweise gar nicht so viel Screentime hat.

 

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1. DALEK (SERIES 1 – EPISODE 6)

Ich habe lange überlegt, welche Episode mein Favorit ist. „Habe ich überhaupt einen?“, dachte ich mir nicht nur einmal. Aber dann habe ich in mich hineingehört und immer wieder eine spezielle Szene vor Augen: Nine steht im Dunkeln und bietet einer ihm noch unbekannten Kreatur Hilfe an, drei Lichter flammen auf, die Stimme eines Daleks fragt: „Doctor?“ und selbiger gerät in Panik. Bis zu dieser Szene fand ich Doctor Who sehr unterhaltsam, weil es eben so „quirky“ war. Manchmal ein wenig zu sehr, der vorangegangene Zweiteiler mit den furzenden Aliens wurde für mich nur durch Eccleston gerettet. Aber dann kam „Dalek“ und Doctor Who war mehr als eine lustige Sci-Fi Serie! Ich kannte natürlich das Design der Daleks und fand es eher witzig. Seit dieser Folge sind sie für mich vollkommen selbstverständlich die größten Gegner der Timelords. Großes Lob geht wieder Mal an Christopher Eccleston, der den Hass des Doktors auf den scheinbar letzten Vertreter seiner Erzfeinde perfekt darstellt.

Der neunte Doktor, mein erster Doktor ist damit verdient auf Platz 1 meiner Lieblingsfolgen!

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5 Kommentare zu “Doctor Who oder: Wie ich lernte, die TARDIS zu lieben (Doctor Who Rückblick – Special)

  1. trex111 sagt:

    Sehr schöne Liste! Meine Lieblingsfarbe sind eindeutig „Human Nature/ Family of Blood“. Die hatten so viel interessante Charakterentwicklungen von Martha und dem Doctor, als er eine Zeit lang als Mensch rumliegen und sich nicht mehr erinnern könnte Server wirklich war.

    Gleich danach kommt in meiner Wertung „The Girl Who waited“ (Series 6, EP 10). Das ist die in der Amy Pond bei den Gesichtsmaske Robotern in dem verlassenen Krankenhaus festsitzt bis sie alt und grau ist. Die Konfrontation mit ihrem jüngeren Selbst am Ende war genial.

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  2. […] könnte glauben, das hier wäre zum Teil eine Doctor Who Fanseite! Aber nein, da muss ich euch leider enttäuschen. Zum Einen würde ich mir niemals ein so enges […]

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